Energiesparen und Klima schützen im Handwerksbetrieb

Das Thema Nachhaltigkeit ist tief verwurzelt in der Identität des Handwerks, was sich unter anderem an der Arbeit mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz festmachen lässt. Aus diesem nachwachsenden Rohstoff werden vielfältige und insbesondere langlebige Möbel gefertigt, die viele Jahrzehnte Freude machen. Außerdem zeichnen sich die Möbel durch eine hohe Qualität aus, wenn sie durch Tischler und Schreiner gefertigt werden – aber ganz besonders sind sie ein besonderes Möbel und kein Wegwerfmöbel.

Doch es gibt auch viele andere Gewerke, welche den Fokus immer weiter auf Nachhaltigkeit setzen. So sind etwa die modernen Heizungssysteme von heute mit einer deutlich besseren Energieeffizienz ausgestattet als das noch zuvor der Fall war. Weitere Aspekte, in denen die Nachhaltigkeit forciert wird, sind die Techniken Wärmpumpen oder auch Photovoltaik, wobei gerade Letzteres auch auf Bundesebene immer weiter ausgebaut werden soll.

Vielfältig hat sich in den letzten Jahren zumindest der Trend abgezeichnet, dass nun kaputte Elektronikgeräte zumeist repariert werden, umso einen Neukauf und die damit verbundene Umwelt- und Ressourcenbelastung zu vermeiden. Somit lässt sich durchaus sagen, dass flächendeckend durch das gesamte Handwerk die Nachhaltigkeit und das Entwickeln umweltschonender Technologien generell ein elementarer Bestandteil des gesamten Handwerks ist.

Aktuellen Energieverbrauch und Effizienz prüfen

In früheren Tagen fand das Führen eines Energiebuches Einzug, wohingegen heutzutage ein digitales Gerät zum Einsatz kommen kann. Dazu bieten sich etwa ein Strommessgerät, eine App oder auch ein Smart Meter an.

So können die ungefähren Kosten des Energieverbrauchs ungefähr bemessen werden und gleichzeitig an der eigenen Energieeffizienz gearbeitet werden.

Neuere Erhebungen gehen davon aus, dass das Handwerk beim bewussten Energiesparen im Mittel bis zu 20 Prozent Strom Energie sparen kann, insbesondere bei elektrischem Strom und Heizwärme. Durch die immer weiter steigenden Kosten von Energie ist von daher das Energiesparen genau das, worauf das Handwerk immer mehr seinen Fokus legt.

Energieeffizienz hingegen erreicht das Handwerk insbesondere durch immer weiter optimierte Produktionsmethoden, was automatisch Energie einspart.

HWK-Umweltexperte Dr. Klaus Landrath (l.) überreicht das fertiggestellte Energiebuch an Friseurmeister Beatus Bußmann.

Warum sollte jeder Betrieb über den eigenen Energieverbrauch Buchführen?

Da die Energiekosten für einen Handwerkbetrieb einen nicht unerheblichen Anteil an den Jahresgesamtkosten für das Unternehmen ausmachen, prüfen die Betriebe Maßnahmen, um zu verbrauchende Energie effizienter zu nutzen. Daher bedeutet das Einsparen von Energie für die Handwerkbetriebe nicht nur, dass ein Beitrag zu mehr Klimaschutz geleistet wird, sondern eben auch monetäre Einsparungen. Der Gewinn wird durch die Energiekosten geschmälert.

Die passenden Instrumente für das Einsparen von Energie zu finden und Möglichkeiten dafür zu identifizieren, ist für einen Betriebsinhaber jedoch keine einfache Ausgabe – schließlich bedarf es einer Fachexpertise dafür.

Diese Fachexpertise bietet das bundesweit einheitliche Energiebuch genau die richtigen Antworten und Instrumente auf die Fragen der Handwerksbetriebe, damit das Ziel von einer besseren Energieeffizienz erreicht werden kann. Dieses Energiebuch ermöglicht, dass alle betrieblichen Daten strategisch erfasst und zentral ausgewertet werden.

Diese Datenmenge eröffnet dann alle erforderlichen Möglichkeiten, um für künftige Entscheidungen im Energiesparen eine ausgereifte Entscheidungsgrundlage zu haben.

Bei dem Energiebuch handelt es sich um ein Werk, welches unter anderem von der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz entwickelt wurde und dabei vom Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. unterstützt worden ist.

Wie die Umsetzung in der Praxis erfolgt

Das Energiebuch sieht in der Arbeitspraxis vor, dass die Nutzer das Energiebuch mit einem Berater nutzen und regelmäßig Eintragungen vornehmen. Berater können dabei etwa Mitarbeiter von Handwerkskammern sein.

Alle notwendigen Instruktionen zur Energieeffizienz im Betrieb gibt es durch den Berater im Rahmen eines Erstbesuchs, bei dem auch Ziele für eine bessere Energieeffizienz gemeinsam erarbeitet werden.

Der Betrieb, der das Energiebuch nutzt, kann dann entweder die Daten einfach nur sammeln, oder aber selbst auch gleichzeitig die gesammelten Daten parallel auswerten, wobei dem Energiebuch Auswertungstabellen (auch digital verfügbar per USB-Stick) beigelegt sind.

Ansprechpartner für das Energiebuch sind die sieben Umweltzentren des Handwerks, vorgestellt wurde es erstmals auf der Internationen Handwerksmesse in München im Frühjahr 2017.

Ein Jahr später erfolgte mit dem E-Tool ein elektronisches Tool für das Energiebuch, was die Datenerfassung und Auswertung der erhobenen Energieverbrauchsdaten im Betrieb weiter erleichtert hat. Somit wurde auch man auch der zunehmenden Digitalisierung der Handwerksbranche gerecht.

Seit dem Jahr 2021 gibt es zudem auch eine Excel-Version als E-Tool Webportal, wobei die Plattform kostenlos ist und die Möglichkeit besteht, an einem kostenlosen Onlineseminar rund um das (digitale) Energiebuch teilnehmen zu können.

energie sparen im handwerksbetrieb

Das Energiebuch beziehen - Analog und digital (nachhaltig) möglich

Erhältlich sind die Energiebücher über die sieben Umweltzentren vom Handwerk. Wenn mit dem Energiebuch gearbeitet werden soll, macht es Sinn, eine Anfrage zu stellen und so auch weitere Informationen bei der zuständigen Ausgabe zu erhalten.

Energiebücher und Tools für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind über die Berater der Handwerkskammer oder des Fachverbands anforderbar. Diese Form der Transferpartnerschaft ist sehr unkompliziert, es bedarf nur einer schriftlichen Anfrage. Nachdem die Transferpartnerschaft bestätigt worden ist, erhält der eigene Betrieb eine Auswahl von Energiebüchern, die er frei nutzen kann.

Auch an Servicestellen können Handwerksbetriebe sich wenden, um mehr über das Energiebuch zu erfahren. Wobei diese einen dann weiter zum zuständigen Transferpartner vermitteln würden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass nach dem Bezug des Energiebuches ein Berater der Handwerkskammern zur Verfügung steht. Der Berater gibt kompetent Auskunft zu allen Fragen rund um das Thema Energie sparen und Energieeffizienz.

Das digitale Energiebuch E-Tool ist natürlich besonders nachhaltig, da hier keine Energiebücher gedruckt werden müssen. Im Sinne von größter Nachhaltigkeit sind diese zu empfehlen, nützliche Tools und vereinfachte Prozesse sprechen zudem auch für die digitale Variante des Energiebuches. Außerdem erfolgt die Analyse digital voll automatisch und wird in übersichtlichen Grafiken verdeutlicht.

Das softwaregestützte Energiesparen: Wie das E-Tool bestehende Energieverbräuche erfasst

Das Energiebuch E-Tool startete zunächst als ein analoger Registerordner, ist aber heutzutage durch die digitale Plattform noch einfacher nutzbar und deckt so die Bedürfnisse der kleinen und mittleren Betriebe im Handwerk ab.

Individuelle Auswertungen für den Betrieb und das Darstellen von Kennzahlen zur Nachhaltigkeit des eigenen Handwerkbetriebs helfen, Energiesparpotentiale zu erschließen.

Das E-Tool ist einfach verständlich aufgemacht und bietet durch passende Zusatzmodule (z.B. Bepreisung von Co2-Emissionen, Energiesteuerrückvergütung) sinnvolle Ergänzungen.

Nie war es so einfach, Daten zum Energieverbrauch von seinem eigenen Handwerksbetrieb abzubilden und auszuwerten. Dabei können ganzheitlich alle Arbeitsabläufe und auch verschiedenste Prozesse im Unternehmen im Hinblick auf ihren Energieverbrauch betrachtet werden.

Besonders der Schritt für Schritt – Modus ist bei vielen Anwendern sehr beliebt, da so einfach und unkompliziert durch das E-Tool geführt wird. Auch das kostenlose Onlineseminar zum E-Tool kann eine gute Möglichkeit sein, um noch besser mit dem E-Tool arbeiten zu können. Außerdem kann das Energiebuch auch als Netzwerkarbeitsbuch verwendet werden. Mit dem E-Tool ist es endlich möglich, eine langfristige und zielgerichtete Energieeffizienz im Betrieb zu gewährleisten.

Bei etwaigen Fragen kann auch die für das E-Tool verantwortliche Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz kontaktiert werden. Durch ein bundesweites Angebot des E-Tools wird so für die gesamte Bundesrepublik dafür gesorgt, dass das Handwerk seinen Energieverbrauch einfach, unkompliziert und wirksam kontrollieren und reduzieren kann. Auch Angebote zu Informationen und Hilfestellungen bei speziellen Anfragen sind durch die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz für die Unternehmen möglich.

Die drei Videos zum E-Tool geben Auskunft über die Funktionen und den Mehrwert des E-Tools, aber auch über das, was das E-Tool als solches überhaupt ausmacht und was es kennzeichnet. Ferner ermöglicht das Video „Info-Tour durch das E-Tool“ eine praxisbezogene digitale Führung durch die Plattform des E-Tools, wobei insbesondere auch auf die Schritt für Schritt – Wirkungsweise und die einfache Einsicht in das Einpflegen von Daten und die Auswertung von Daten zur Optimierung und Auswertung von Energiekennzahlen im eigenen Betrieb eingegangen wird.

Als Handwerksbetrieb eine Co2-Bilanz erstellen

Da die Betriebsabläufe, der eigene Energieverbrauch im Betrieb und auch Möglichkeiten der Einsparung immer mehr im Handwerk Beachtung finden, wird auch die Klimaneutralität des Betriebes betrachtet. Dabei liegt der Fokus zumeist nicht auf das absolute Vermeiden von Emissionen, sondern auf eine konsequente Reduktion oder gar Kompensation.

Im Vordergrund steht dabei, dass die Verursacher von Treibhausgasemissionen im eigenen Handwerksbetrieb identifiziert werden und anschließend ein Vermeiden jener Faktoren angestrebt wird. Das erhöht nicht nur die gesellschaftliche Akzeptanz und somit auch das Image des Handwerkbetriebes, es führt letztendlich auch zu einer erhöhten Wirtschaftlichkeit.

Zudem soll darauf geachtet werden, anfallende Emissionen in Arbeitsabläufen zu reduzieren und im Optimalfall Klimaneutralität zu erreichen. Mit dem Kompensieren wird erreicht, dass emissionsreiche Prozesse minimiert und emissionsarme Prozesse im Betrieb forciert werden. Dies alles ist elementar, um für den eigenen Handwerksbetrieb eine Co2-Bilanz erstellen zu können.

Wichtig ist ferner, dass der Emissionen für Arbeitsprozesse gemessen werden, Co2-Aufkommen im Betrieb und daraus entstehende Co2-Kosten berechnet werden und die Hauptverursacher klassifiziert und identifiziert werden.

Wenn auch die Co2 Kosten pro Produkt (z.B. Holzkleiderschrank) ermittelt werden können, dann lässt sich dies ins E-Tool einpflegen. Durch eine eigene ausgereifte Co2-Bilanz für den eigenen Betrieb können so nachhaltig das Firmenimage, die Umwelt und auch der eigene Kundenstamm wirksam profitieren.

Die bestehenden Verträge in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Kosten prüfen

Zumeist sind bestehende Verträge schon ziemlich alt. Daher kann es sich lohnen, diese zu prüfen, neue Verträge abzuschließen und somit Geld einzusparen – und zwar nicht wenig. Dafür bieten sich für Betriebe des Handwerks etwa Vergleichsportale an, auf denen mit nur wenigen Klicks der passende Anbieter für grünen Strom, konventionelle Energiequellen oder auch Gas gefunden werden kann.

Günstiger Energie einzukaufen, kann sich nicht unerheblich auf die Gewinne des Betriebes auswirken, da durch einen günstigeren Energievertrag deutlich weniger Energiekosten anfallen. Gerade das Handwerk ist innovativ und das gilt auch, wenn es um den eigenen Energiegewinn geht.

Bäcker mit einem modernen Holzpelletbrenner sind dabei nur eines von vielen Beispielen.

Durch drastische Erhöhungen der Energiepreise, sind neue Verträge oder Änderungen bestehender Verträge für Energiekosten für das Handwerk notwendig – schließlich soll weiter rentabel gearbeitet werden können.

Neben dem Energiesparen ist daher der gezielte Einkauf von preisgünstigen und auch nachhaltigen Energiequellen eine Option, um von immer weiter steigenden Energiekosten verschont zu bleiben. Das innovative Handwerk gibt dabei erworbenes Know-How an Kollegen und Kolleginnen im Rahmen von Seminaren weiter, sodass branchenübergreifend gezielter Energie eingesetzt werden kann und zu hohe Energiekosten gezielt vermieden werden können.

Eine Option, damit die Preise zumindest nicht ansteigen, sind Einkaufsgemeinschaften für Energie. Diese werden zum Beispiel von der Handwerkskammer gegründet. Besonders Textilreiniger, Keramiker oder auch Bäcker leiden unter hohen Stromkosten, weil jene über einen erhöhten Energiebedarf verfügen.

Teilweise werden daher mehr als 10% der Betriebsausgaben den Stromkosten zuteil. Durch bestehende Großabnehmerverträge besteht für die Handwerksbetriebe jedoch die Chance, durch Großverbrauch gewisse Ermäßigungen im hohen einstelligen Prozentbereich von den Energieversorgern zu erhalten.

Onlinepreisvergleiche zum Finden von neuen und Prüfen bestehender Energieverträgen nutzen

Preisvergleiche im Internet sind insbesondere für Kleinbetriebe eine sehr gute Möglichkeit, um Energieverträge zu attraktiven Konditionen zu erhalten. Insbesondere für sehr preiswerten Strom können Energiediscounter eine Möglichkeit darstellen.

Mit Eprimo gibt es sogar einen Energiediscounter, der grünen Strom preiswert vertreibt. Die Vielfalt des heutigen Strommarkts kann für Betriebe eine Chance sein, um durch einen neuen Energievertrag von deutlich niedrigeren Energiekosten zu profitieren. Wenn bestehende Verträge entweder keine umweltfreundlichen Energiequellen haben oder die Kosten schlichtweg viel zu hoch sind, lohnt sich in jedem Fall ein neuer Energievertrag.

Eine Einkaufsgemeinschaft für Energie ist und bleibt im Handwerk eines der probatesten Mittel, um von Nachlässen bis zu zehn Prozent bei den anfallenden Energiekosten zu profitieren. Da jedoch viele Einkaufsgemeinschaften heutzutage nur noch regional möglich sind, sind auch das Einsparpotential und die Verhandlungsmacht leicht zurückgegangen.

Hilfreich, um einen neuen Vertrag zu finden und den alten Vertrag ohne Umstand zu kündigen, kann für einen Betrieb die Inanspruchnahme eines Energiebrokers sein. Es zeichnet sich jedoch für die Einkaufsgemeinschaften immer mehr ab, dass das Nutzen eines Beraters weitaus effizienter für das Energiesparpotential eines Betriebes sein kann als es eine Einkaufsgemeinschaft zu können vermag.

Auch für Gas gibt es Einkaufsgemeinschaften und Energiebroker, wobei die Strombranche derzeit noch etwas weiter ausgebaut ist. Für größere Industriehandwerksbetriebe gilt dies nur bedingt, für Kleinbetriebe jedoch umso mehr. Dennoch können auch Gaskosten gesenkt werden, wenn ein neuer Anbieter online gefunden wird, der attraktive Konditionen bietet und dies zu einem nicht zu hohen Preis.

Stromvertrag Prüfen, Gewerbestrom als günstige alternative

Gewerbestrom als sinnvolle und günstige Alternative

Unter Umständen kann auch Gewerbestrom sinnvoll sein, jedoch müssen die dafür notwendigen Voraussetzungen erfüllt werden. Einzelne Anbieter – so etwa Green Planet Energy – bieten für Großkunden verschiedene Tarife an, die sich als Gewerbekunde beziehen lassen.

Für diesen Ökostrom spricht, dass so Energie für den Betrieb nachhaltig bezogen werden kann – gelten tun dabei Kriterien der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Als Gewerbekunden lässt sich Gewerbestrom, der nachhaltig ist, beziehen und somit etwas Sinnvolles für den Klimaschutz tun.

Das Logo des Anbieters vom Ökostrom kann dann auch auf der firmeneigenen Homepage verwendet werden, sodass die Kunden und Kundinnen die Nachhaltigkeitsambitionen des Betriebes sofort erkennen. Generell bietet Green Planet Energy mit seinem Gewerbestrom Kunden auch die Möglichkeit, zusätzliche Informationen zu einem nachhaltigen Wirtschaften zu erfahren.

Vorteile von Gewerbestrom sind etwa ein kostenfreies Co2-Vermeidungszertifikat oder auch ein Wunschrechnungstermin zum 31.12. eines jeden Jahres. Ein zusätzlicher Anreiz, damit auch die Betriebsbelegschaft privat auf Nachhaltigkeit setzt, wird durch ein Startguthaben für die Mitarbeiter bei einem Strom- oder Gaswechsel geschaffen.

Für Gewerbestrom gilt meist eine Mindestabnahmemenge, die je nach Anbieter Variiert oft sind 30.000 KWh pro Zähler die Mindestabnahmemenge, einige Anbieter bieten Gewerbestrom aber auch schon ab 10.000 KWh an. Ein Verglich der Anbieter lohnt sich hier besonders.

 

Weitere Spartipps für Betriebe bei Vergleichsportalen

Gerade auch die EEG-Umlage begünstigt die hohen Stromkosten für Einzelpersonen und Betriebe. Ein Ungleichgewicht besteht zudem darin, dass Großbetriebe von der EEG-Umlage zumeist befreit sind, wohingegen kleine und mittelständische Unternehmen stets die volle Rechnung bezahlen müssen.

Handwerksunternehmer können jedoch etwa durch das Stromausschreibungsportal Verivox davon profitieren, einen preiswerten Anbieter für Energie zu finden. So kann ganz einfach das passende Angebot ausgewählt werden und über Verivox entscheiden, ob der Energiekauf dauerhaft in die Hände der unabhängigen Energieexperten von Verivox gelegt werden soll.

Für die Gewerbe entstehen gravierende Mehrbelastungen durch immer höhere Energiepreise, wobei das Nutzen von Vergleichsportalen hier zu Besserung verhelfen kann. Dennoch ist ein ständiges Optimieren des eigenen Stromverbrauchs dringend anzuraten.

Auch Handwerksbetriebe können so deutlich von attraktiveren Energiekosten profitieren. Großabnehmer sind im Vorteil, wenn es um die Energiepreise geht – durch die Preisentwicklung vom Grundlaststrom haben sie sinkende Energiekosten zu verzeichnen. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen im Handwerk steigen die Kosten jedoch an, sodass Jahr für Jahr mehr Geld für den Energiebedarf des Unternehmens ausgegeben werden muss.

So winken attraktive Konditionen zumeist erst ab einem Jahresverbrauch von mehr als einer Million kWh, wobei dies nur für Großkonzerne erreichbar ist – Kleinere Unternehmen gehen hier leer aus. Die KMU – also die kleinen und mittleren Betriebe – verbrauchen im Jahr zumeist noch unter 100.000 kWh an Energie, weshalb sich hier das Nutzen von Vergleichsportalen lohnt.

So können die KMUs einiges an Energiekosten einsparen. Profitieren lässt sich auch von Rahmenvereinbarungen lokaler Handwerkskammern mit regionalen Stromanbietern, wodurch kleine Betriebe etwas an Energiekosten einsparen können.

Allgemein ist anzuraten, grundsätzlich mit seinem Versorger bessere Tarife auszuhandeln. Sollte dies nicht gelingen, ist die Konsequenz der Wechsel zu einem Anbieter, der die gewünschten attraktiven Konditionen bietet. Der Mehrwert für den Betrieb an Kosteneinsparung ist dabei nicht unerheblich. Zu beachten ist die geltende Kündigungsfrist, weshalb ein rechtzeitiger Anbieterwechsel für die Energieversorgung des Betriebs dringend anzuraten ist.

Den bestehenden Gasvertrag prüfen

Gaspreise: Wieso Betriebe zumeist zu viel zahlen und wo Sparpotential besteht

Viele Gewerbebetriebe zahlen für ihren Gaserwerb deutlich zu viel Geld. Daher sollten die diversen Einkaufsmöglichkeiten betrachtet werden, die für den Gaseinkauf Einsparpotential für Betriebe bieten.

Möglich sind laut Experten bis zu ganzen 20 Prozent Kostenersparnis pro Jahr bei einem Anbieterwechsel. Um einen Wechsel durchzuführen, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit den Anbietern und den Konditionen auf dem Markt.

Besonders gute Konditionen können auch durch Auktionen oder Ausschreibungen winken. Oftmals geben die Grundversorger, auch wenn vehement kritisiert, gesunkene Kosten für Gas nicht an die Abnehmer weiter. Alternative Energieversorger für Gas ins Blickfeld zu fassen, kann daher nicht schaden.

Insbesondere Kostenvoranschläge können von den möglichen Anbietern von den Betrieben vorab eingefordert worden, um so das Einsparpotential der Kosten beurteilen zu können. Profitieren lässt sich von fallenden Erdgaspreisen, wobei diese zwischen Sommer 2014 und Sommer 2016 um ganze 22 Prozent gesunken sind.

Durch einen bloßen Wechsel des Gasanbieters können kleinere Betriebe im Jahr mehrere hundert Euro einsparen, mittlere Betriebe sogar noch eine ganze Ecke mehr. Es lohnt sich, den Markt zu beobachten. So kann beobachtet werden, wie sich die Gaspreise entwickeln.

Außerdem kann so überprüft werden, ob der bestehende Gasvertrag noch in Ordnung ist oder ein Vertragswechsel deutlich sinnvoller wäre. Dieses Vergleichen lässt sich besonders gut durch Vergleichsportale, die es online in großer Menge gibt, schnell und einfach durchführen. Besonders ratsam kann ein Wechsel des Gasanbieters sein, wenn der Herbst oder Winter vor der Tür steht und der bestehende Gasvertrag keine attraktiven Konditionen aufweist und zu viel Geld verschlingt.

Um Gas beziehen zu können, wird in zwei Typen von Beziehern bei Betrieben unterschieden. Bei der ersten Variante wird ein Zähler im Heizungsraum des Betriebes angebracht, einmal pro Jahr gibt es eine Rechnung vom lokalen Grundversorger. In diesem Fall kann der Abnehmer sofort vergleichen und wechseln. Voraussetzung dafür ist dann nur die Postleitzahl des Betriebsstandorts und zudem der jährliche Energieverbrauch.

Bei der zweiten Gruppe handelt es sich um Betriebe mit einem hohen Gasverbrauch. Hier misst der Gaszähler pro Stunde, wobei die Daten über die Telefon- oder Funkleitung zum Energieversorger übermittelt werden. Diese sogenannten leistungsgemessenen Kunden können gewerbliches Gas beziehen, indem sie etwa über Verivox eine Ausschreibung durchführen lassen. So kann der Betrieb ganz einfach den passenden Energielieferanten aus allen Angeboten auswählen. Ein Wechsel des Gasanbieters birgt dabei nicht die Gefahr, dass Lieferausfälle stattfinden. Die Leistungen werden in der Übergangsphase durch den örtlichen Netzbetreiber erbracht.

Es bleibt also festzuhalten, dass sich ein Vergleich der Energieversorger lohnt. Wenn ein Energievertrag alt ist und keine attraktiven Konditionen bietet, bietet sich der Beitritt in eine Einkaufsgemeinschaft an oder der Wechsel des Anbieters, wobei Vergleichsportale online ein mehr als probates Mittel sind, um schnell und einfach den richtigen Anbieter zu finden. Dennoch ist im Sinne von mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen grundsätzlich zu empfehlen, wo es geht auf Photovoltaik, grünen Strom, Wärmepumpen etc. umzustellen, sodass die Arbeitsabläufe im Unternehmen umweltfreundlich und energieeffizient stattfinden können.

Fernwärme und Warmwasser vom Versorger beziehen

Mit der Fernwärme, welche die Wärmelieferung für die Versorgung von Gebäuden mit Raumwärme und Warmwasser meint, ergibt sich eine weitere Möglichkeit für die Betriebe.

Dabei kann die Fernwärme sowohl für das Warmwasser bei Heizungsanlagen als auch für das Erzeugen von einem warmen Brauchwasser genutzt werden. Das Warmwasser kann durch Energie aus der Umgebungsluft gewonnen werden. Eine weitere Variante der Gewinnung von Warmwasser ist die Brauchwasserwärmepumpe.

In Hinblick auf die Kosten sind jedoch auch die Preise für Fernwärme für Betriebe zuletzt angestiegen – nicht nur für Strom und Gas. Dadurch können erhebliche Mehrkosten entstehen. Es empfiehlt sich also, einen Anbieter mit attraktiven Konditionen zu wählen und zu Kosten für die Fernwärme und Warmwasser zu haben, die nicht zu stark in die Höhe schießen. Jedoch ist sie nicht überall verfügbar, der Output ist zudem je nach Region stark unterschiedlich.

Darum handelt es sich bei Fernwärme und bei Warmwasser um keine Alternativen, die sich flächendeckend bei Betrieben einsetzen lassen. Ein zentraler Vorteil von Fernwärme bleibt natürlich die Platzersparnis, da durch die direkte Lieferung weder ein Lagerraum für Brennstoffe oder aber ein Heizkessel von Nöten sind.

Mit einfachen und günstigen Energiesparmaßnahmen viele bewirken

Allein durch das Aufzeigen von ungenutzten potentialen für Energiesparmaßnahmen lässt sich auch im Betrieb viel bewirken. Dabei genügen schon einfache und preiswerte Maßnahmen, um erhebliche Energieeinsparungen zu erreichen. Wirkungsvolle Maßnahmen sind etwa die gezielte Schulung von Mitarbeitern für ein energieeffizientes Arbeiten und das allgemeine Schaffen eines Bewusstseins zum Energiesparen im Betrieb.

Im bevorstehenden Winter ist Gas ein knappes Gut, dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und den daraus folgerichtigen Sanktionen der EU sei Dank. Diese waren zwar richtig, treffen nun aber durch eine drohende Gasknappheit auch die Betriebe im Handwerk hart.

Um Energie einzusparen, gibt es jedoch wirkungsvolle Mechanismen. Dazu zählt zuvorderst, dass die eigene Energieeffizienz überprüft werden sollte. Beim Einsparen von Gas wird nicht nur Geld gespart, gleichzeitig wird auch der Gesellschaft etwas Gutes getan, um so nicht noch den Preis weiter in die Höhe zu treiben.

Energie kann ein Betrieb etwa in Heizungsanlagen, bei der Beleuchtung oder auch an den Arbeitsplätzen sparen. Geprüft werden muss dafür, wo welche Potentiale zum Einsparen von Energie in den Arbeitsprozessen des Unternehmens möglich sind. Durch das Umrüsten auf eine LED-Beleuchtung lassen sich so etwa im Handwerk die Energiekosten um bis zu 70 Prozent senken. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, nachhaltige Energiesparmaßnahmen ausdrücklich zu fördern.

Hilfreich für weniger Energieverbrauch kann auch das Onlineportal energiewechsel.de, das Tipps beim Energiesparen gibt. Für eine bessere Wärmedämmung im Betrieb und einer damit einhergehenden Senkung der Energiekosten als Folge kann eine Förderung durch die KfW beantragt werden. Gefördert werden Unternehmen mit einem Kredit von bis zu 25 Millionen Euro. Auch Städte oder Kommunen bieten zum Teil finanzielle Förderungen, wenn es um das Installieren von beispielsweise Photovoltaikanlagen im Betrieb geht.

Grundsätzlich sollte auch bedacht werden, ganz wesentliche Energiesparmaßnahmen zu beachten. So muss aus Mitarbeiter-WCs beim Händewäschen nicht unbedingt warmes Wasser verfügbar sein, außerdem kann die Raumtemperatur von Büros leicht reduziert werden. Schon durch diese einfachen Mittel lässt sich viel Energie einsparen.


Für eine bessere Klimabilanz des Unternehmens kann auch E-Mobilität eine Option sein, um so im eigenen Fuhrpark des Betriebs eine bessere Energieeffizienz zu erreichen. Ein zusätzlicher Vorteil ist ein damit einhergehendes besseres Unternehmensimage.

Gegenwärtig lassen sich nach Zahlen des Zentralverband des Deutschen Handwerks gegenwärtig nur 15 Prozent aller Betriebe dazu beraten, auf welche Art und Weise sie in ihren Arbeitsprozessen Geld sparen können. Da ist noch deutlich Luft nach oben, wobei gerade das Sparen von Energie erhebliche Kosten für Betriebe einspart.

Möglichkeiten zur Unterstützung gibt es viele, diese werden zudem stetig ausgebaut. Im Vordergrund steht dabei, Kompetenzen für ein besseres Energiebewusstsein und das Einsparen im Betrieb zu schaffen. Diese einfachen Schritte des Energiesparens können viel Bewirken, beispielsweise eine regelmäßige Wartung von Lüftungs- und Heizungsanlagenerhöht die Energieeffizienz. Gleiches gilt für ein Abdichten von Fenstern und Türen.

Diese Maßnahmen kosten zwar erste einmal Geld, rechnen sich aber bei den aktuellen Energiepreisen recht schnell.

Energieintensive Branchen wie Kfz und Metallbau können viel Energie einsparen und so Kosten reduzieren. Zu den größten Kostenverursachern zählen dabei Lüftung, Raumwärme, Druckluft aber auch die Beleuchtung im Betrieb. Wirksam ist daher eine umfassende Energieberatung, die beispielsweise durch die zuständige Handwerkskammer angeboten wird. Durch die so getroffenen Maßnahmen wird zukünftig nicht nur weniger Geld für Energie ausgegeben, es wird auch ein positiver Beitrag für das Klima geleistet.

Welche Beratungsangebote und Förderangebote gibt es?

Berater Energie Handwerkskammern

Gerade in Zeiten von Niedrigzinsen ist das Prüfen von klassischen Bankdarlehen ratsam. Hier besteht nämlich die Möglichkeit, mit wenig Aufwand die Zinskonditionen über einen längeren Zeitraum festzuschreiben. Natürlich sollte vorab bei der Antragstellung geprüft werden, ob der eigene Betrieb Anspruch auf Förderung hat. Berater lassen sich etwa bei der jeweiligen Handwerkskammer www.handwerkskammer.de
oder auch unter www.energie-effizienz-experten.de finden.

Ein solcher Experte bringt Erfahrung mit in den Betrieb und kann Förderangebote für energieeffizienten Maßnahmen vorstellen.
In der Regel muss der Antrag erfolgen, bevor die angestrebte Förderphase beginnt. Finanzielle Zuwendungen sind mit anderen Förderprogrammen teilweise kombinierbar, wobei eine Zuschussgrenze beachtet werden muss. Zu beachten ist außerdem die De-minimis-Erklärung, nach welcher die Zuwendung auf 200.000 Euro für zwei Kalenderjahre begrenzt werden.

Eine Voraussetzung für eine Förderung ist oftmals ohnehin ein externer Energieberater, der für dieses Programm auch zugelassen ist. Dieser muss ein Energiesparkonzept ausarbeiten, welches für den Förderantrag zwingend benötigt wird. Enthalten muss dieses Energiesparkonzept die verlangte Energieeinsparung für das Programm.

Auf der Website https://www.mittelstand-energiewende.de/ lassen sich zudem vielfältige Informationen finden, die zu Fragen des Energiesparens im Handwerksbetrieb Aufschluss geben. Ziel der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz ist nach eigenen Angaben Informationen, Know-How und Ansprechpartner direkt vor Ort bereitzustellen. So soll die Energieeffizienz in den KMU nachhaltig verbessert werden und der deutsche Mittelstand außerdem eine wirkvolle Hilfe bei der Energiewende erfahren. Mehr lässt sich auch unter https://www.dihk.de/de und https://www.zdh.de/ finden.

Alles Wichtige kurz und knapp: Das E-Tool

Mit dem Energiebuch können KMU alle wichtigen Energieverbrauche zentral erfassen. Durch das E-Tool ist dies nun auch digital möglich. Dies ermöglicht eine zielgenaue Identifizierung von Hauptverursachern des Stromverbrauches sowie der Treibhausemissionen, die in Arbeitsabläufen eines Handwerkbetriebes anfallen.

Durch eine intensive Ausarbeitung jener Daten lassen sich Potentiale erschließen, durch die ein Betrieb in der Zukunft weitaus weniger Energie verbraucht. Wie das E-Tool verwendet wird, entscheidet jeder Betrieb selbst. Auch für einen Betriebsentwicklungsplan kann das E-Tool von großem Nutzen sein.

Die Transferwerkstätten im Handwerk

Die sieben Umweltzentren vom Handwerk haben für die Betriebsberater für die Praxis nützliche Instrumente entworfen, die beim Energieeinsparen von Betrieben helfen. So können schnell effektive Maßnahmen eingeleitet werden. Auch das Energiebuch wurde von den Transferwerkstätten entwickelt.

Der Leitfaden zum Erreichen einer besseren Energieeffizienz im Handwerk

In Deutschland gibt es mehr als eine Million Betriebe im Handwerk, ebenso vielfältig sind auch Einsparmöglichkeiten von Energie.
Der Leitfaden unterstützt dabei, dass Unternehmen wissen, was besonders große Energiefresser sind. Auch um bauliche Optimierung geht es, sodass etwa Fenster und Türen abgedichtet werden und dadurch weniger im Betrieb geheizt werden muss.

Außerdem werden Faktoren wie Klimaanlage und Mobilität im Betrieb betrachtet. Die Unterlagen sind für die Berater eine gute Möglichkeit, um ihren betreuten Betrieben Stück für Stück zu einer verbesserten Energieeffizienz zu verhelfen.

Der Leitfaden bietet die wichtigsten Informationen, unter www.energieeffizienz-handwerk.de finden Betriebe weitere Ideen und Chancen zum Energiesparen.

Chancen durch die Praxisleitfäden erkennen

Betrieben, die ihrer gesellschaftlichen Aufgabe im Umwelt- und Klimaschutz gerecht werden möchten und gleichzeitig für den eigenen Betrieb steigende Energiekosten vermeiden wollen, profitieren stark vom Energiesparen.

Auf der Website des Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz stehen deshalb entsprechende Praxisleitfäden in digitaler Form zur Verfügung.

Insbesondere das Einbinden der eigenen Belegschaft spielt beim Thema Energie sparen eine wichtige Rolle. Aus den Praxisleitfäden geht hervor, dass sich angestellte durch die gemeinsame Mission mehr mit den Unternehmen identifizieren.

In den Praxisfäden wird ein besseres Management der Energie in Gewerbegebieten betrachtet, darüber hinaus spielt die Abwärmenutzung in Unternehmen eine Rolle. Das betriebliche Mobilitätsmanagement und eine größere Bereitschaft des Handwerksbetriebes am Umsetzen des Energiesparens, werden in den Praxisfäden behandelt. Insgesamt werden für das Handwerk sehr sinnvolle und umsetzbare Wege aufgeführt. Somit steht dem Fokus auf Klimaschutz und Energiesparen im Handwerksbetrieb nichts mehr im Wege.

Durch Webinare einen direkten Draht zu Energieberatern und Handwerkskammern

Für Handwerksbetriebe und kleine Unternehmen gibt es mit dem „Contracting mit Plan“ ein Webinar, was sich mit dem Einsatz einer Photovoltaikanlage auf dem Dach auseinandersetzt. Es handelt sich um ein kostenloses Webinar, das auf die IHK und die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz zurückgeht.

Dabei werden vielfältige Themenspektren betrachtet, die von den Kosten bis hin zu gesetzlichen Rahmenbedingungen reichen. Auch für einen Handwerkbetrieb kann so ein Webinar sinnvoll sein, um so Möglichkeiten zum Einsatz von Solarenergie auf dem Dach des eigenen Betriebsgebäudes in der Zukunft integrieren zu können.

Da sich die Webinare sowohl an Einsteiger als auch an Fortgeschrittene richten, kann hier einfach mitgemacht werden. Wichtig ist nur eine rechtzeitige Anmeldung, da die Plätze zur Teilnahme limitiert sind. Auf https://www.mittelstand-energiewende.de/webinare.html kann eine Anmeldung direkt erfolgen. Themen wie der Bezug von Ökostrom werden ebenfalls in den Webinaren besprochen. So kann sich jeder Handwerksbetrieb ein solides Know-How aneignen.

Erfolgreiche Beispiele von Beratungen zum Energiesparen für Betriebe

Es lassen sich vielfältige Beispiele finden, die durch unterstützende Beratung zum Energiesparen profitierten. Ein Beispiel stellt dabei EffCheck-PIUS-Analysen in Rheinland Pfalz dar, wobei dieses Projekt seit 2007 läuft.

Unterstützt wurde der Betrieb Martin Pfaffmann Wein-Gelee. Der produktionsintegrierte Umweltschutz wurde hierbei vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium gefördert. Übernommen wurden 70 Prozent der Beratungskosten, welche insgesamt bis zu einem Betrag von 4.500 Euro durch den Förderträger übernommen werden.

Ergebnisse der Datenauswertung zeigten in diesem Beispiel dass durch ein Verbessern des Beckenkühlsystem und der Anlage zum Vorwärmen vom Wein enorme Mengen an Energie pro Jahr eingespart werden können.

Der Sächsische Gewerbeenergiepass (kurz SäGEP) ist ein weiteres Positivbeispiel für die Energieberatung von Betrieben. Hierbei wird die gesamte energetische Struktur eines Unternehmens abgebildet und analysiert.

Somit wird Transparenz geschaffen und Möglichkeiten für mehr Wirtschaftlichkeit können weitaus einfacher identifiziert werden. Förderträger war hier die Sächsische Energieagentur, Teilnehmer die Betriebe Tischlerhandwerk – VAVONA GmbH und Textilreiniger – Wäscherei & Textilreinigung Klose GmbH.

Der Pass galt 2008. Mit einer deutlichen Verbesserung der Drucklufterzeugung und einer stärkeren Rohstoffnutzung mit einem Holzkessel konnte die Tischlerei viel Energie einsparen. Der Textilreiniger profitierte vom Einbau eines Kondensatentspanners als Wärmetauscher. So konnte das Frischwasser für die Waschmaschinen Co2-neutral erwärmt werden.

Weitere Informationen sind hier zu finden:
https://www.hwk-duesseldorf.de/downloads/erfolgreiche-beratungsangebote-31,1493.pdf

Das Thema Nachhaltigkeit mit dem Kunden glaubwürdig kommunizieren

Nachhaltigkeit wird nicht nur auf die Umwelt bezogen gedacht, sondern auch in Hinblick auf Soziales und das Wirtschaften eines Unternehmens. Daher zählt es für die Nachhaltigkeit ungemein, dass die gesamte Lieferkette nachhaltig ist. Diese gelebte Nachhaltigkeit kann auch direkt mit den Kunden kommuniziert werden, was etwa über die eigene Website oder ein eigenes Social Media Profil für den Betrieb geschehen kann.

Hier kann vielfältig durch visuelle Elemente aus der Arbeitswelt des Betriebes gezeigt werden, dass Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle in Arbeitsprozesse einnimmt. Außerdem können Alternativen verglichen werden, wenn es um den Energiebezug des Unternehmens geht.

Der Nachhaltigkeitswunsch von Kunden sollte erörtert werden und gezeigt werden, auf welche Art und Weise das Unternehmen schon umwelt- oder sozialverträglich agiert. Eine Innovative Idee ist es auf das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit des Betriebes bereits auf den firmeneigenen Visitenkarten hinzuweisen. Diese kann durch einen QR-Code, der direkt zur Website führt, auf der die Leistungen sowie die Nachhaltigkeit veranschaulicht werden erfolgen. Ein kleines und gut sichtbares Logo auf den Visitenkarten, das unterstreicht, dass es sich um ein Co2 neutrales Unternehmen handelt, ist für eine positive und authentische Außendarstellung sehr hilfreich.

Durch das Klimasiegel, welches einen Betrieb als ein Co2 neutrales Unternehmen bescheinigt, lässt sich ein umweltfreundliches Image besser darstellen und beweisen.

Es legt die grundlegenden Werte des Handwerks dar, welche eng mit der Umwelt und den Themen der Nachhaltigkeit verwoben sind. Da in der heutigen Zeit die Kundinnen und Kunden Nachhaltigkeit immer stärker priorisieren und auch für ihre Konsumentscheidungen voraussetzen, lassen sich so auch mehr Kunden gewinnen.

Dies kann schlussendlich zu einer verbesserten Auftragslage führen. In der heutigen Zeit ist der Konsum von nachhaltigen Produkten das A&O, weshalb jeder Handwerksbetrieb diese Nachfrage bedienen sollte. Dies hilft zu gewährleisten, dass der eigene Kundenstamm erhalten bleibt oder sich sogar vergrößert.

Die eigene Klimaneutralität verifizieren: Klimasiegel „CO2 Neutrales Unternehmen“

Als Betrieb empfiehlt es sich, Klimaschutz und Nachhaltigkeit ernsthaft ins Auge zu fassen. Besonders eine Zertifizierung nach PAS 2060, welcher einen globalen Standard für Klimaneutralität bedeutet, ist erstrebenswert.

Der eigene Betrieb ist so nicht nur in seiner Arbeitspraxis als nachhaltig und verantwortungsvoll eingestuft, sondern auch als klimaneutral. Der Kunde sieht so, dass es der Betrieb mit dem Klimaschutz wirklich ernstmeint. Vorteile sind insbesondere ein grünes Image, eine kleinere Umweltbelastung des Unternehmens und außerdem eine Transparenz der firmeneignen Umweltbelastungen nach außen.

Transparenz schafft Vertrauen, Vertrauen schafft Aufträge. DEKRA zertifiziert und schafft so Glaubwürdigkeit, da hohe Standards und Voraussetzungen gelten. Auch von DEKRA als Ansprechpartner lässt sich so profitieren.

Auch mit first energy lassen sich Strategien und Wege für Betriebe finden, die sich in ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zertifizieren lassen möchten. Dabei greifen auch hier hohe Standards, sodass ein vertrauensvolles, anspruchsvolles Zertifikat gewährleistet wird. Suggeriert wird dadurch etwa an Lieferanten, Mitarbeiter oder auch die Endkunden, dass der eigene Betrieb engagiert ist und Co2-Neutralität in seinen Arbeitsprozessen gewährleistet.

Das Unternehmen first energy berät dabei strategisch und erläutert, wie der Betrieb seine Unternehmenskommunikation für sein ökologisches Engagement nutzen kann. Dabei steht dem Handwerksbetrieb immer ein Rund-um-Support während der Projektumsetzung telefonisch zur Verfügung. Ein professioneller Partner hilft sehr dabei, um aus seinem Nachhaltigkeitsengagement als Betrieb das Optimale – auch in der Wirkung in die Außenwelt und auf die eignen Kunden – herauszuholen.

Beispiele: Diese Handwerksbetriebe sparen bereits Energie

Beispiel Bäckerei: Wieder im grünen Bereich

Im der Welt des Backhandwerks konnte die Backhaus Henning GmbH als einer von vielen Betrieben effektiv Energie sparen. Dies gelang durch den Einsatz von einem Energiemanagementsystems und ferner dem Austausch von alten Heizkomponenten.

Unterstützt durch einzelne Maßnahmen zur Wärmerückgewinnung, wodurch der eigentlich hohe Gasbedarf der Bäckerei aus Zwenkau stark reduziert werden konnte. Nun befindet sich das Backhaus wieder im grünen Bereich!

Beispiel Mobilität: Für weniger Energiekosten: Den Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umstellen

Die Heinz Kopp GmbH & Co. KG aus Hamburg hat nicht nur den gesamten Fuhrpark elektrisiert, sondern im Rahmen von umfassenden Energiesparmaßnahmen außerdem erfolgreich das Betriebsgebäude gedämmt.

Zudem wurde im Betrieb die Beleuchtung umgestellt – hier kommen nun LED- und Kompaktleuchtstofflampen zum Einsatz. Außerdem wurde auf einen Grasbrennwertkessel, der über eine elektronische Heizungspumpe und einen hydraulischen Abgleich verfügt umgestellt.

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Beispiel Kfz-Handwerk: Der stetige Verbesserer, eine immer bessere Energieeffizienz

Die Schmitt Kraftfahrzeug Reparatur- und Handelsgesellschaft mbH, welche in Überherrn-Altforweiler im Saarland ansässig ist, betreibt unterschiedliche Services für Kleinwagen und LKWs, so etwa Waschanlagen.

Im Jahr 2015 erfolgte die Zertifizierung nach DIN EN ISO14001:2004, wodurch internationale Umweltstandards definiert werden. Dadurch unterliegt der Betrieb auch dem KVP – dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Der Betrieb schafft es nun, stetig seine Energieeffizienz zu verbessern. Im Neubau wird etwa durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt. Um die Energiekosten zu kontrollieren und auswerten zu können, hat der Betrieben einen Wärmemengenzähler installiert.

Weitere Informationen und Beispiele zu Erfolgsgeschichten zum Energiesparen lassen sich dem Bericht der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz entnehmen. Diese findet sich online unter https://www.energieeffizienz-handwerk.de/files/1003/477706.pdf und zeigt anschaulich anhand verschiedener Beispiele auf, welche Branchen des Handwerks auf welche Art und Weise Energie in ihren Arbeitsprozess sparen konnten. Diese Erfolgsgeschichten können dabei helfen, die für die eigene Branche im Handwerk richtigen Instrumente zu finden und so erfolgreich im eigenen Betrieb Energie sparen zu können.

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